Sonntag, 29. Dezember 2013

Rezension: "Johannes Cabal - Seelenfänger" - Jonathan L. Howard

entnommen bei weltbild.de







Titel: Johannes Cabal – Seelenfänger
Autor: Jonathan L. Howard
Genre: Dark Fantasy
Verlag: Goldmann
Seiten: 380
Preis: 12€








Der Klappentext:
Wer seine Seele verkauft, sollte nicht mit dem Teufel spielen! 
Der Weg in die Hölle ist nicht der angenehmste. Doch Johannes Cabal bleibt nichts anderes übrig, als ihn trotzdem anzutreten, wenn er seine Seele wiederhaben will. Er hatte sich an den Teufel verkauft, um Totenbeschwörer zu werden. Doch ohne Seele lebt es sich nur halb so gut, und daher steht Johannes wieder einmal in den heißen Hallen. Satan gibt allerdings nur ungern her, was er einmal besessen hat. Erst wenn Johannes 100 Seelen innerhalb eines Jahres rekrutieren kann, bekommt er seine eigene wieder … ein fairer Deal, oder? 
Ein Jahr, 100 Seelen und ein Jahrmarkt der besonderen Art: ein Seelenfänger packt aus.

Samstag, 28. Dezember 2013

Rezension: "Traumlos: Im Land der verlorenen Seelen" - Jennifer Jäger

entnommen bei carlsen.de






Titel: Traumlos – Im Land der verlorenen Seelen
Autor: Jennifer Jäger
Genre: Dystopie
Verlag: Im.press
Seiten: 328
Preis: 3,99€ (eB)









Der Klappentext:
Die siebzehnjährige Hailey kann nicht träumen und das, obwohl sie in einer Gesellschaft lebt, die durch ihre Träume gesteuert wird. Der Regierung ist sie ein Dorn im Auge und es dauert nicht lange, da muss auch Hailey an den Ort der Traumlosen – in die "Klinik", aus der keiner jemals zurückgekehrt ist. Doch dort lernt sie den ungewöhnlichen Jungen Caleb kennen, der ihr nicht nur hilft hinter das Geheimnis der Regierung zu kommen, sondern an den sie auch ihr Herz verliert …

Sonntag, 15. Dezember 2013

Rezension: "Die Bücher von Umber - Drachenspiele" - P.W. Catanese

entnommen bei amazon.de






Titel: Die Bücher von Umber – Drachenspiele
Autor: P.W. Catanese
Genre: Fantasy
Verlag: Carlsen
Seiten: 362
Preis: 15,90€









Der Klappentext:
Hap ist glücklich, in Lord Umbers Felsenburg ein Zuhause gefunden zu haben - doch kaum fängt er an, das zu genießen, nimmt Umber ihn mit auf eine neue Entdeckungsfahrt, und zwar ins unheimliche Königreich Sarnica. Der dortige Herrscher ist in den Besitz von Dracheneiern gelangt - aber was hat er mit ihnen vor? Lord Umber ist fest entschlossen, sie an sich zu bringen und den Drachen dann die Freiheit zu schenken. Doch das ist nicht das einzige Abenteuer, das sie auf dieser Reise bestehen müssen: Da ist auch noch Umbers ehemaliger Bibliothekar Caspar, der von seltsamen Wesen auf einer Vulkaninsel gefangen gehalten wird ...

Die Rezension:
Nach dem ersten Band musste ich einfach wissen, wie es mit Hap und Umber weiter geht. Mir gefiel der zweite Band sogar noch ein bisschen besser, als der erste. Was allerdings den dritten und letzten Teil angeht, da bin ich noch unsicher.

Hap und Umber sind wieder zu Hause, allerdings wärt die Ruhe, zu Haps Leidwesen, nicht allzu lange. Sie erhalten Besuch von einem jungen Mann und kurz darauf tauchen auch noch seltsame Kugeln mit einer Nachricht auf. Umbers Abenteuerlust ist geweckt. Er geht einigen Hinweisen nach und bald befindet sich die Gruppe wieder auf See. Das primäre Ziel waren zwar die Drachenspiele, die Umber unbedingt mal sehen wollte, aber gegen einen Umweg hat der Lord eher selten etwas einzuwenden.

Hap steht dem Ganzen eher skeptisch gegenüber. Er mag lieber Land unter seinen Füßen als Wasser, vor allem, seit er weiß, dass er mal beinahe ertrunken wäre.
Als sie wieder aufbrechen, widerfahren ihm einige Ereignisse, auf die er gut und gerne verzichten würde. Er ist ziemlich unsicher, was seine Fähigkeiten angeht und wird mit der Zeit immer verzweifelter. Zumal ihm auch niemand weiter helfen kann. Hap will endlich seine Fähigkeiten beherrschen und fühlt sich nutzlos, weil er es noch immer nicht kontrollieren kann. Ansonsten ist er sehr wissbegierig und ergibt sich in sein Schicksal, dass er Umber folgen muss.
Umber ist wahnsinnig, wie eh und je und macht nicht einmal vor rauchenden und feuerspuckenden Vulkanen halt. Er ist ein herzensguter Mensch, erliegt aber schnell seiner Leidenschaft und sein rationales Denken wird abgeschaltet. Er ist lebensmüde und bringt so auch seine Mitstreiter in Schwierigkeiten. Aber wenn er nicht so verrückt wäre, wäre es nicht so spannend.

Die Charaktere sind wieder sehr gut ausgearbeitet und greifbar, sie wirken sehr lebendig. Es hat wieder Spaß gemacht, mit dem verrückten Lord und dem ängstlichen Hap von einem Abenteuer ins nächste zu stolpern. Aber auch die Nebencharaktere waren wieder gut gezeichnet, der Leser merkt, dass viele Überlegungen etc dahinter stecken.

Es gibt wieder viele coole Ideen, wie die Bittmichs oder auch die Krabben. Ein wenig böse, aber trotzdem interessant gemacht. Dem Leser wird immer wieder etwas geboten und mit den Drachen erreicht das ganze seinen Höhepunkt.
Dieses Mal gibt es nicht ganz so viele Hinweise auf Umbers Welt und Haps Aufgabe darin. Zumal sich mir die Frage stellte, wie die beiden dorthin kommen sollten.

Es ist sehr gut geschrieben und liest sich recht schnell runter. Es wird vieles beschrieben, ohne langweilig zu werden. Auch die kurzen Ausschnitte aus Umbers Tagebuch (im ersten Band waren es Ausschnitte, die diverse Wesen beschrieben) lockern die Atmosphäre auf. Diese kurzen Abschnitte sagen einiges über Umber und seine Psyche aus. Dadurch wird er noch greifbarer.
Es ist ganz cool gemacht. Erst dachte ich, dass es sich hinziehen würde, ehe der Leser endlich bei den Spielen ist (was ja immerhin das Hauptthema darstellt). Aber es ist ganz gut verpackt, sodass keine Langeweile aufkommt. Nur wurden mir die Spiele selbst ganz schön schnell abgehandelt.

Mir gefiel einerseits die Unabhängigkeit der einzelnen Bände und die Entwicklung von Haps Fähigkeiten, aber so richtig kann ich mir den Abschluss der Trilogie noch nicht vorstellen. Die Abenteuer sind alle ganz spannend und stellen die Welt sehr schön vor. Aber wie soll Hap Umbers Welt retten? Bisher gab es weder Hinweise noch sonst etwas – oder sie waren zu gut versteckt, wer weiß. Ich bin mir zumindest noch unsicher, ob ich den letzten Band wirklich lesen will.

Das Ende gefiel mir wiederum gut. Es war sehr spannend geschrieben und ziemlich gut gelöst. Statt alles schnell abzuhandeln, bekommt der Leser immer wieder etwas serviert. Schön war auch die kleine Moral, die das Buch bot. Insgesamt ein cooles Finale, dass mir besser gefiel, als im ersten Band.

Fazit:
Insgesamt wieder ein Buch, dass viel bietet. Rasant entdeckt der Leser mit Hap und Umber die Welt. Kaum bleibt eine Verschnaufpause, es geht von einem Abenteuer zum nächsten.
Mir gefiel das Buch, wie bereits erwähnt, besser als der erste Teil. Die Ereignisse waren spannender und interessanter, dafür gab es aber weniger Informationen zu Umber und dem großen Finale.

Wem der erste Band gefallen hat, der wird auch Spaß mit den Drachenspielen haben.

Von mir 4 von 5 Sternen!



eure Maria

Freitag, 13. Dezember 2013

Rezension: "Frostkuss - Mythos Academy I" - Jennifer Estep

entnommen bei amazon.de






Titel: Frostkuss – Mythos Academy I
Autor: Jennifer Estep
Genre: Fantasy
Verlag: Ivi (Piper)
Seiten: 373
Preis: 14,99€










Der Klappentext:
Sie sind die Nachkommen sagenhafter Kämpfer wie Spartaner, Amazonen oder Walküren und verfügen über magische Kräfte. Auf der Mythos Academy lernen sie, mit ihren Fähigkeiten umzugehen und sie richtig einzusetzen.
  Im Mittelpunkt der Serie steht die 17-jährige Gwen Frost, die über ein außergewöhnliches Talent verfügt: Sie besitzt die »Gypsy-Gabe« – bei der eine einzige Berührung ausreicht, um alles über einen Gegenstand oder einen Menschen zu wissen. Doch dabei spürt Gwen nicht nur die guten Gefühle, sondern auch die schlechten und die gefährlichen. Auf der Mythos Academy soll sie lernen, mit ihrer Gabe sinnvoll umzugehen. Aber was Gwen nicht weiß: Die Studenten werden dort ausgebildet, um gegen den finsteren Gott Loki zu kämpfen. Und obwohl sie der Meinung ist, an der Mythos Academy nichts verloren zu haben, erkennt Gwen bald, dass sie viel stärker ist als gedacht und all ihre Fähigkeiten brauchen wird, um gegen einen übermächtigen Feind zu bestehen.  
Die Rezension:
»Frostkuss« war eigentlich kein Buch, dass ich unbedingt lesen wollte. Nach »House of Night«, »Shadow Falls Camp« und Co hatte ich keine Lust auf noch eine »Mädchen wechselt auf eine Schule mit komischen Leuten mit noch komischeren Gaben« - Geschichte. Aber als es dann für wenig Geld als eBook zu haben war, ist es doch noch auf dem Reader gelandet.

Es beginnt direkt in der Academy mit einem Geheimnis. Die Protagonistin Gwendolyn legt sich mit einer Walküre an. Schnell wird klar, dass Gwen ebenfalls eine Gabe hat. Sie sieht Dinge, Ereignisse, spürt Gefühle, sobald sie etwas oder jemanden berührt. Das Gypsymädchen wird sie von allen genannt. Die Academy ist die vorübergehende Heimat für alle möglichen Figuren: Walküren, Amazonen, Spartaner, Kelten usw. Und alle sind sie reich und verzogen. Für Gwen ist es die Hölle, sie ist weder reich, noch kampferprobt oder gehört zu einer der vertretenen Gruppen. Zumal sie an den ganzen Mist sowieso nicht glaubt und sich fragt, was sie auf der Academy überhaupt sucht.

Mir gefiel gut, dass es nicht, wie bei so vielen anderen Büchern, mit ihrem Schulwechsel losging, sondern ca. zwei Monate danach ansetzt. Klar gibt es Rückblenden, wie es zu dem Wechsel kam (teils wird es auch ein wenig zu oft erwähnt). Aber das ist immerhin ein Fortschritt zu dem sonst so gleichen Ablauf. So befindet sich der Leser gleich mitten drin, ohne dass alles groß erklärt wurde.

Gwen ist an sich ein ganz interessanter Charakter. Vor allem ihre Gabe ist besonders. Die Gypsy-Gabe wird in der Familie von der Mutter an die Tochter vererbt, äußert sich aber immer anders, sodass jede Frost eine andere Gabe hat. Bei Gwen ist es das Sehen von Erinnerungen oder mit dem Objekt verbundene Ereignisse. Auf Mythos gilt sie deshalb als Finderin verlorener Dinge. Ansonsten interessiert sie sich noch für Comics und Süßkram. Mit Sport kann sie hingegen nichts anfangen. Was an einer Schule, an der Kampfsport oberste Priorität hat, eher unvorteilhaft ist. Ich mochte Gwen eigentlich ganz gern, nur hatte ich manchmal das Gefühl, als käme ich nicht so ganz an sie ran. So richtig wusste der Leser manchmal nicht, wie es in ihr aussieht, als würde eine Distanz gewahrt werden. Das war durch die Ich-Perspektive etwas seltsam. Vielleicht wurde so auch nur die Vorsicht von Gwen in Bezug auf andere verdeutlicht.
Neben Gwen gibt es auch noch Daphne – die Walküre. Sie taucht gleich am Anfang auf, wird kurzzeitig als Handlanger missbraucht, ist ein totaler Technik Freak und wird dann irgendwie zu Gwens Freundin. Daphne ist eine starke Kriegerin, die erst wie eine Highschoolbitch wirkt, sich dann aber von ihrer Gruppe trennt, weil sie die Dummheit und Oberflächlichkeit satt hat.
Und wie sollte es sein? Ein Objekt der Begierde gibt es auch noch. In diesem Fall ist es Logan, ein Spartaner. Das heißt, dass er ebenfalls stark und ein Kämpfer ist. Die Spartaner sind die Kampfmaschinen schlechthin. Sie können jeden in Sekunden töten – egal mit was. Zudem ist Logan auch noch fleißig dabei, sich durch den Campus zu schlafen. Bei ihm ist unklar, was er von Gwen will, ob er überhaupt etwas will und das könnte später noch interessant werden.

Ein wenig anstrengend fand ich die dauernde Erwähnung von Gwens Fähigkeiten. Immer wieder wurde gesagt, wie es funktioniert und was sie sieht. Immerhin gab es auch noch Beispiele, aber die Haarbürste und die Bücher wurden mir ein wenig zu oft betont. Ich hatte das Gefühl, dass es vor allem die ersten 100 Seiten gesagt wurde. Das war ziemlich anstrengend und übertrieben für einen Ich-Erzähler. Ich hätte mir gewünscht, dass nicht so viel erzählt, sondern mehr gezeigt worden wäre.

Auf der anderen Seite gefiel mir ganz gut, dass es mal nicht Vampire, Werwölfe, Halbgötter etc. waren, sondern ausschließlich Krieger. Das war – zumindest für mich – mal etwas anderes und neues. Es wurden einige historische Ereignisse aufgegriffen neue Mythen mit alten Göttern gesponnen und eine bunte Geschichte geschaffen.
Auf die Magie der anderen Gruppen wurde kaum eingegangenen. Aber ich glaube, dass in den Folgebänden noch einiges kommen wird. Das Hauptaugenmerk liegt bei »Frostkuss« eher bei der Kampfkunst und bei der Gypsy-Gabe.

Der Stil: Es ist okay geschriebene, allerdings auch oft wiederholend und dadurch ein wenig anstrengend bzw. langweilig. Manchmal hat die Autorin seltsame Satzkonstruktionen oder für meinen Gemschmack zu viele »ich«s. Mir war auch die Distanz zum Leser, trotz Ich-Erzähler ein wenig suspekt. Dennoch ließ es sich schnell weglesen. Das Tempo ist auch ganz gut für das, was passiert. Nur hatte ich ein wenig das Gefühl, dass nicht wirklich etwas losging. Die Handlung läuft so vor sich hin, klar passiert auch was, aber so richtig wollte bei mir keine Spannung aufkommen. Vielleicht auch, weil vieles offensichtlich war und soviel wiederholt wurde.

Das Ende war dafür richtig gut und hat so einiges wieder wett gemacht. Es war spannend, actionreich und eigentlich ein klassisches Ende vom Finale her. Es ist nicht ganz klar, wer das Rennen macht und ob es auch alle schaffen. Es gibt Offenbarungen und interessante Verwicklungen. Für den nächsten Band ist noch einiges offen, aber man hat viele der wichtigen Fragen beantwortet bekommen.

Fazit:
Für einen ersten Band war er ganz gut. Die Academy war mal etwas anderes und die Gabe von Gwen gut umgesetzt.
Wer Spaß an Fantasy und Mythen hat, ist hiermit gut bedient. Der zweite Band ist inzwischen auf dem Reader und ich bin gespannt, wie es weiter geht.

3 von 5 Sternen von mir!

-> Rezi zu Band 2 »Frostfluch«
-> Rezi zu Band 3 »Frostherz«
-> Rezi zu Band 4 »Frostglut«
-> Rezi zu Band 5 »Frostnacht«

eure Maria

Donnerstag, 12. Dezember 2013

Rezension: "Innerste Sphäre - Wächter des Schattenlandes" - Sarah Fine

entnommen bei amazon.de





Titel: Innerste Sphäre – Wächter des Schattenlandes
Autor: Sarah Fine
Genre: Fantasy
Verlag: Amazon Crossing
Seiten: 321
Preis: 9,99€ (tb), 4,99€ (eB)










Der Klappentext:
Vor einer Woche hat sich Lela Santos’ beste Freundin Nadia das Leben genommen. Heute steht Lela nach einem missglückten Abschiedsritual im Paradies und blickt zu einer gigantischen ummauerten Stadt in der Ferne auf – der Hölle. Niemand durchschreitet freiwillig das Selbstmordtor, um an einen Ort zu gelangen, der in Dunkelheit erstickt und von verkommenen Geschöpfen heimgesucht wird. Aber Lela lässt sich nicht so leicht abschrecken – sie ist entschlossen, die Seele ihrer besten Freundin zu retten, auch wenn sie dafür ihr ewiges Leben opfern müsste. 
Bei ihrer Suche nach Nadia wird Lela von den Wächtern gefangen genommen – ungeheuren, unmenschlichen Aufsehern, die in den endlosen Straßen der dunklen Stadt patrouillieren. Ihr menschlicher Anführer Malachi hat nur eins mit ihnen gemeinsam: seine tödliche Effizienz. Als er die mutige Lela kennenlernt, fasst Malachi einen Plan: Er will sie aus der Stadt schaffen, selbst wenn das bedeuten sollte, dass sie Nadia zurücklassen muss. Denn Malachi weiß etwas, das Lela nicht ahnt – die dunkle Stadt ist nicht der schlimmste Ort, an dem Lela enden könnte, und er schreckt vor nichts zurück, um sie vor diesem Schicksal zu bewahren.

Die Rezension:
Ich hatte das eBook schon seit einer Weile auf meiner Wunschliste. Dann wurde es günstig bei amazon.de angeboten und schon habe ich es auf denn Reader geladen. Und ich muss sagen, dass es mir wesentlich besser gefiel, als erst angenommen.

Es beginnt mit einer kleinen Hilfsaktion. Alles scheint gut zu laufen, doch dann passiert ein Selbstmord. Lela kann das nicht hinnehmen und will Nadia, ihrer Freundin, irgendwie helfen. Sie weiß noch nicht wie, doch dann träumt sie von Nadia. Ihre Freundin irrt an einem Ort umher, den Lela nur zu gut kennt – die Hölle. Sie war bereits dort gewesen und träumte recht oft von der düsteren Stadt. Doch dieser Traum war anders. Lela war plötzlich Nadia; sah was Nadia sah. Danach war ihr klar, dass sie ihrer Freundin da herausholen musste. Allerdings hat sie immer noch keine Ahnung, wie sie das anstellen soll, oder wie sie Nadia finden kann. Das wird ihr aber erst richtig bewusst, als sie vor dem Selbstmordtor aufwacht und die gewaltigen Ausmaße der Stadt vor sich sieht. Dennoch macht sie keinen Rückzieher.
Kurz nach ihrem Eintreten wird sie in einen Kampf verwickelt und wenig später verhaftet. Mit Hilfe der Wächter will sie nun Nadia finden und mit ihr vor das Allerheiligste treten.

Die Charaktere: Lela ist eine starke Protagonistin. Sie hat viel durchmachen müssen und auch in der Hölle wird es nicht besser. Nadia war ihre erste und beste Freundin, was Lela darin bestärkt, ihr zu helfen. Lela ist der Meinung, dass sie erst wieder an eine Zukunft glaubte, ja sogar erst wieder eine hatte, als sie Nadia traf. Als Waise wurde sie viel herum gereicht. Ihren letzten Pflegevater hat sie verprügelt und ist deswegen im Gefängnis gelandet. Sie hat viele Facetten, sodass es nie langweilig wird und der Leser oft etwas Neues erfährt. Ihr Schicksal geht einem nahe und man leidet förmlich mit ihr.
Allerdings muss ich sagen, dass ich ihre Herangehensweise und ihre Motive gegen Ende anstrengend fand. Es drehte sich alles nur noch um Nadia und wie sie sie retten konnte. Um sich selbst und andere machte sich Lela keinen Kopf. Zumal sie damit ihr eigenes Leben riskiert, da sie nicht zu den Selbstmördern gehört und immer schwächer wird, je länger sie dort bleibt. Dem Leser ist klar, wie wichtig Nadia ist, aber ich hätte mir gewünscht, dass Lela auch mal an sich oder zumindest an Malachi denkt.
Malachi ist der Anführer der Wache und ein ausgesprochen guter Kämpfer, der selbst verletzt noch drei Gegner erledigt. Er ist stark, intelligent, gerecht und steht kurz davor, die Hölle verlassen zu dürfen. Dann trifft er auf Lela und auf einmal kann er kaum noch klar denken oder rationale Entscheidungen treffen, was ihm einigen Ärger mit einer anderen Wächterin einbringt. Aber er ist dann kein hirnloser Trottel, oder so, nur kommt er sich ein wenig mit seiner eigentlichen Aufgabe ins Gehege.

Mir gefielen die beiden sehr gut. Sie sind dreidimensional, haben Tiefe und interessante, wenn auch böse, Hintergründe.
Auch zusammen bilden sie eine interessante Kombination. Lela wächst mit Malachis Hilfe über sich hinaus und testet ihre Grenzen, überwindet sich und muss feststellen, dass sie auch mehr in Malachi sieht, als nur einen Wächter.

Der Stil: Es ist gut geschrieben und geht schnell voran. Die Infos sind gut verteilt, sodass man nicht überschüttet wird, sich einiges zusammen reimen kann und auch mal überrascht wird.
Mir gefiel auch das Konzept der Hölle richtig gut. Die Beschreibungen sind sehr anschaulich, sodass der Leser ein sehr gutes Gefühl für die Umgebung und Stimmungen bekommt. Die Hölle ist hier ein Ort an dem es alles gibt, was man sich wünscht: Häuser, Essen, Fernsehen, Drogen... Nur hat alles einen dicken Haken. Zumal einem bei zu viel Abhängigkeit die Befreiung verwehrt wird.

Das Ende mochte ich nicht, was aber eher an Lela lag, als an dem Ende selbst. Es passte schon zu ihrem Charakter, aber dennoch war es nicht so meins. Zudem kam es mir insgesamt ein wenig hektisch und chaotisch vor, als sollte das endlich geklärt und das Buch fertig sein.
Aber die Lösung bzw. der Ausgang gefielen mir ziemlich gut, ebenso das Finale kurz zuvor war gut umgesetzt.

Fazit:
Ein Buch, dass ich gern und schnell gelesen habe. Leider gibt es noch keinen Folgeband, aber sobald der draußen ist, werde ich ihn mir holen.
Ich mochte die Charaktere, die Höllendarstellung, die Ideen. Es war spannend, gern auch mal witzig oder böse. Eine schöne Mischung aus Leben und Tod, Freundschaft und Verzweiflung.
Ich bin auf die Fortsetzung gespannt!

4 von 5 Herzen von mir!

eure Maria

Mittwoch, 11. Dezember 2013

Rezension: "Breathe - Gefangen unter Glas" - Sarah Crossan

entnommen bei weltbild.de






Titel: Breathe – Gefangen unter Glas
Autor: Sarah Crossan
Genre: Dystopie
Verlag: dtv
Seiten: 431
Preis: 16,95€









Der Klappentext:
Eine Welt ohne Sauerstoff. Alles scheint tot. Unter einer Glaskuppel gibt es nur wenige Überlebende: 
Alina, hat sich schon vor Langem den Rebellen angeschlossen, die gegen die Allmacht von ›Breathe‹ kämpfen, und wurde nie gefasst. Bis jetzt ... 
Quinn, will als Sohn eines ranghohen ›Breathe‹-Direktors eigentlich nur einen harmlosen Ausflug ins Ödland machen. Bis er dort auf Alina trifft. 
Bea, Tochter eines Bürgers zweiter Klasse, wollte den Trip raus aus der Kuppel nutzen, um Quinn endlich für sich zu gewinnen. Doch dann taucht Alina auf ... 
Die Begegnung mit Alina verändert für Bea und Quinn alles. Unversehens werden sie zu Gejagten ...

Die Rezension:
Das Buch wollte ich mir eigentlich schon lange gekauft haben, aber irgendwie ist es immer wieder unter gegangen. Jetzt, mit Erscheinen des zweiten Bandes, ist es dann doch noch in mein Regal gewandert. Den Zweiten habe ich inzwischen auch schon durch.

Es geht um das Leben in einer Glaskuppel. Ein Leben eingesperrt mit künstlicher Luft. Abgeschnitten von Außen und ohne Geld auch keine Möglichkeit, die Kuppel verlassen zu können, außer zum Sterben.
Alina hat sich dem Widerstand angeschlossen und versucht nun das, was verboten und angeblich auch unmöglich ist. Sie pflanzt an. Gestohlene Samen, Stecklinge, alles, was sich aus dem Biotop herausschmuggeln lässt.
Doch BREATHE – die Firma, die für den Sauerstoff verantwortlich ist – hegt Verdacht und verfolgt sie. Alina muss auf schnellstem Weg die Kuppel verlassen und zum Rebellenhain gelangen. Bei der Ausreise trifft sie Bea und Quinn. Quinn hat bereits ein Auge auf sie geworfen und hilft ihr bereitwillig bei der Flucht. Bea ist davon eher weniger begeistert, macht aber mit. Auf der anderen Seite der Kuppel beschließt sie dann, als Alina sich von ihnen trennt, ihr nachzugehen. Ihr Gefühl hat sie nicht betrogen, woraufhin sie beschließen zusammen zu bleiben.
Die zerstörten Städte sind die Heimstätte von Ausgestoßenen, die keine Skrupel mehr kennen, aber sie sind nicht die einzige Gefahr, mit der das Trio rechnen muss.

Die Charaktere gefielen mir ganz gut, vor allem, weil sie so unterschiedlich sind.
Alina als Rebellin war gleich Sympathieträgerin. Sie trainiert für ein Leben mit weniger Sauerstoff, sodass sie auch außerhalb der Kuppel ohne Atemgerät atmen könnte. Da sie eine Second ist, ist Sport für sie nicht möglich, da sie für das Training Unmengen von Geld zahlen müsste. Innerhalb der Kuppel wird zudem der Luftverbrauch überwacht und zu hoher Verbrauch wird bestraft. So muss Alina andere Wege finden, um sich fit zu halten. Sie ist ein sehr starker Charakter und der Leser war sofort mit dabei.
Bea ist ein wenig schwieriger zu greifen. Sie ist ebenfalls ein Second, steht aber vor der Möglichkeit ihr Leben mit einem Job bei BREATHE zu verbessern. Sie ist unzufrieden mit der Situation und hofft, dass sie irgendwann die Kuppel verlassen und draußen leben kann. Im Herzen ist sie eine Rebellin, nur wurde diese noch nicht geweckt. Sie ist sehr mitfühlend, hilfsbereit und total in Quinn verliebt. Für ihn würde sie alles tun.
Nur leider, sieht er sie nicht, auch wenn sie beste Freunde sind. Quinn ist ein Premium und somit ein Erste-Klasse-Bürger. Sein Vater ist ein hohes Tier bei der Regierung und somit hat die ganze Familie nie Sauerstoffprobleme. Quinn selbst ist aber nicht so überheblich und aufgeblasen wie andere Premiums, sondern ziemlich sympathisch. Allerdings merkt man ihm ab und zu den Snob an, vor allem, wenn er auf seinen Vater anspielt.

Insgesamt gefielen mit die unterschiedlichen Charaktere und Sichtweisen. Wo Quinn noch an BREATHE glaubt, ist Bea schon entschlossen, sich dem Widerstand anzuschließen. So bekommt der Leser auch einen guten Überblick über die Sichtweisen in der Kuppel. Nicht alle sind zufrieden, aber nicht alle haben ein Problem mit der Kuppel.

Der Stil ist ein wenig gewöhnungsbedürftig. Der Leser kann die Personen zwar anhand der Titelüberschriften erkennen. Aber es war alles in Präsens und Ich-Erzähler wiedergegeben. Das brachte mich am Anfang ziemlich raus, zum einen, weil ich Überschriften meist überlese und ich zum anderen die Charaktere noch nicht unterscheiden konnte.
Ansonsten ist es recht einfach geschrieben und liest sich flott runter. Der Leser kann sich sehr gut in die Umgebug, die Situationen und die Personen einfühlen.

Mir gefiel die Idee rund um die Kuppel und den Sauerstoff. Ähnlich wie im echten Leben, nur mit anderen Gütern, sind hier nur die reichen privilegiert und müssen sich keine Sorgen ums Ersticken machen, können Sport treiben und so weiter. Die Seconds dagegen können sich fast nichts leisten, schon gar nicht zusätzlichen Sauerstoff. In einer Welt, wo Sauerstoff ein Luxusgut ist, gibt es viel Unzufriedenheit, aber viel zu wenige, die Widerstand leisten.
Vor allem die verschiedenen Problemlösungen waren cool. Es gibt viele Kuppeln, nicht nur diese eine, und alle scheinen unterschiedliche Konzepte zu haben, wie mit dem Sauerstoffmangel umgegangen werden soll. Die einen unterdrücken, die anderen machen Leben außerhalb der Kuppeln möglich.
Viele interessante Aspekte, die nebenbei immer wieder beleuchtet werden. Vielleicht hätte die Autorin noch mehr herausholen können, aber der Umfang war m.E. nach in Ordnung.

Wie in jeder Dystopie kommt es auch hier zu einer Rebellion. Ausversehen löst Alina den Krieg aus, in dem sie einen Panzer klaut.
Das Ende, also der große Knall, war ziemlich cool gemacht. Die Flucht aus der Kuppel dauerte mir fast ein wenig zu lang, aber das Finale gefiel mir wieder sehr gut. Es ist sehr offen, spannend, actionreich und dramatisch. Eine gute Mischung , die die Situation sehr treffend einfängt. Es ist realistisch umgesetzt und stellt alles unverblümt oder ungeschönt dar.

Fazit:
Eine sehr gute Dystopie, die Spaß gemacht hat zu lesen. Ich war gespannt, wie es weiter gehen würde und wurde auch vom zweiten Band nicht enttäuscht.
Für alle Fans von Dystopien, Rebellionen und Liebesgeschichten lohnt sich ein zweiter Blick. Es ist spannend, actionreich und mal wieder eine andere, coole Idee.

Von mir 4 von 5 Sternen!


eure Maria

Freitag, 6. Dezember 2013

Filmkommentar: "Jack and the Giants"

entnommen bei paradiso.de






Titel: Jack and the Giants


Genre: Fantasy, Action

Darsteller: Nicholas Hoult, Eleanor Tomlinson, Ewan McGregor, Stanley Tucci, Ian McShane
Länge: 114 Minuten









Immer wieder tauchen Märchen auf. Nach Schneewittchen jetzt Jack und die Bohnenranke. Aber so schlecht, wie befürchtet, war er dann doch nicht. 

Die Handlung...
...beginnt mit einem Märchen über die Riesen, die Mönche und ihre Bohnen. König Eric konnte die Riesen mit einer besonderen Krone zurückschlagen. Die Krone wurde aus dem Herzen eines Riesen gefertigt und zwingt alle Giganten zu blindem Gehorsam. 
Wie bereits bekannt, beruhen Märchen auf einer realen Grundlage. Das muss Jack am eigenen Leib erfahren. Von einem Mönch bekommt er Bohnen zugesteckt, die sich später als Zauberbohnen entpuppen. Eine riesige Ranke wächst in den Himmel und prompt sieht er sich den Riesen gegenüber. 
Um es spannender zu machen gibt es eine Prinzessin, die gerettet werden muss und einen Gegenspieler, der die Macht der Krone ausnutzen und die Riesen in den Krieg führen will. 
Alles in allem gut verstrickt, auch wenn recht früh klar ist, wer Gut und wer Böse ist.

Die Charaktere waren, wider Erwarten, ziemlich gut ausgearbeitet, auch wenn sie manchmal ins Klischeehafte abdriften. Da sie aber auf Märchenfiguren beruhen, war das auch in Ordnung. Die Prinzessin ist mit ihrer Lage unzufrieden, sie will hinaus in die weite Welt und hat keine Lust auf Heirat, Herd und Heimchen. Sie ist eine kleine Rebellin, die eines nachts aus dem Schloss verschwindet, bei Jack Zuflucht sucht und dadurch bei den Riesen landet.
Jack selbst ist ein Bauer, der eigentlich kaum auffällt, versucht alles richtig zu machen und dennoch immer wieder in Schwierigkeiten gerät. Er meldet sich freiwillig, die Prinzessin zu retten und das trotz Höhenangst. Seine guten Ideen retten nicht nur ihn vor den Riesen.
Am besten hat mir eigentlich Elmont gefallen. Er ist der Leibgardist der Prinzessin und hat damit nicht den leichtesten Job inne. Sein Ego ist enorm, aber zum Glück nicht auf die nervige Art. Mit ihm und Jack gibt es so einige witzige Dialoge, die das ganze aufpeppen.
Auch die Gegenspieler waren ganz gut ausgearbeitet. Roderick als baldiger Gemahl der Prinzessin, hat eigentlich ganz andere Absichten. Roderick und der General der Riesen bilden einen starken Gegner für das Königreich, zumal die Riesen auch nicht wirklich klein zu kriegen sind. 

Mit der Besetzung war ich sehr zufrieden. Die beiden Hauptdarsteller kannte ich kaum, dafür waren die "Nebenrollen" ziemlich gut besetzt, mit Stanley Tucci, Ewan McGregor und Ian McShane. Sie passten alle ziemlich gut in ihre Rollen und konnten diese auch gut umsetzen.

Der Film ist ziemlich Fantasy-lastig. Wer also mit einem puren Action-Spektakel rechnet, wird wohl nicht ganz auf seine Kosten kommen. Er ist schon ziemlich beknackt und nicht wirklich realistisch angehaucht. 
Mir gefiel die phantastischere Umsetzung sehr gut. So boten sich auch einige sehr geile Bilder, zB mit der Ranke, oder wo sie dann die Welt der Riesen erreicht haben. Die Riesen selbst sind schon ... nett. Ich fand sie ziemlich eklig, vor allem den General mit seinen zwei Köpfen und daraus resultierenden zwei Wirbelsäulen. 
Die Welt der Riesen war auch ganz cool und wurde wohl mit viel Liebe zum Detail (und Wasserfällen) entworfen. 

Fazit:
Insgesamt wirkt er gut durchdacht, es gibt keine Plotfehler, von den beknackten Handlungen der Figuren einmal abgesehen. Ein Film mit vielen kleinen Details, Wendungen und coolen Tricks, die das ganze sehenswert und spannend machen.
Ein guter Film zum Abschalten, Ausklingen und Entspannen. Man sollte nicht mit zu hohen Erwartungen herangehen. Dennoch hat er einiges zu bieten und ist meiner Meinung nach eine gute Neuauflage des Märchens.

Viel Spaß beim Film schauen!

eure Maria

Donnerstag, 5. Dezember 2013

Rezension: "Kirschroter Sommer" - Carina Bartsch

entnommen bei carinabartsch.de







Titel: Kirschroter Sommer
Autor: Carina Bartsch
Genre: Liebeskomödie
Verlag: Rowolth
Seiten: 511
Preis: 2,99€ (eB); 9,99€ (tb)









Der Klappentext:
Würdest du deiner ersten Liebe eine zweite Chance geben? Die erste Liebe vergisst man nicht. Niemand weiß das besser als Emely. Nach sieben Jahren trifft sie wieder auf Elyas, den Mann mit den leuchtend türkisgrünen Augen. Der Bruder ihrer besten Freundin hat ihr Leben schon einmal komplett durcheinander gebracht, und die Verletzung sitzt immer noch tief. Emely hasst ihn, aus tiefstem Herzen. Viel lieber lenkt sie ihre Aufmerksamkeit auf den anonymen E-Mail-Schreiber Luca, der mit seinen sensiblen und romantischen Nachrichten ihr Herz berührt. Aber kann man sich wirklich in einen Unbekannten verlieben?

Die Rezension:
Nachdem eine Freundin wegen des Buches unentwegt geschwärmt hat, habe ich es mir dann auch gekauft. Ich war derart begeistert, dass ich mit dem Band nicht mehr aufhören konnte, bis nachts um drei gelesen und mir direkt im Anschluss den Folgeband gekauft habe. Da ich also beide Bücher hintereinander gelesen habe, sie somit »ein« Buch bilden, kann es sein, dass ich ab und an beide vermische. Aber ich werde versuchen, so wenig wie möglich zu spoilern.

»Kirschroter Sommer« hatte bei mir am Anfang Startschwierigkeiten. Liebesromane sind jetzt nicht mein Beuteschema und der Start war einfach so typisch für einen Liebesroman. Aber es wird schnell durch viel Witz und tolle Kommentare besser. Die beiden – ich nenne sie mal – Gegenspieler treffen aufeinander und es beginnt … der wohl beknackteste und witzigste Roman seit langem.

Emely ist der tollpatschigste Tollpatsch von dem ich je gelesen habe. Das machte das Ganze noch witziger. Sie ist frech, hat immer einen guten Spruch auf den Lippen und ist die beste Freundin von Alex. Nur blöd, dass Alex' Bruder, Elyas, Emelys Größter Feind ist. Aus bisher unbekannten Gründen kann sie Elyas überhaupt nicht ausstehen. Für den Leser ist das sehr amüsant umgesetzt. Allerdings kann Emely auch sehr anstrengend sein. Sie hat einen fetten Minderwertigkeitskomplex und einen Hang zu Übertreibungen. Laufend macht sie Elyas fertig und glaubt ihm kein Wort, als wäre er der Teufel in Person. Auch durch die spätere Auflösung war mir ihre Haltung dennoch zu übertrieben, immerhin war das Ganze einige Jahre her. Ich konnte mich größtenteils damit abfinden, kann aber verstehen, wenn sie bei einigen Lesern dadurch unsympathisch wird.
Elyas ist zunehmend genervt, irgendwann nimmt er es hin und übergeht die Spitzen größtenteils. Er ist der Playboy schlechthin. Er scheint sehr gut auszusehen (was vor allem an der unaufhörlichen Betonung seiner »türkisgrünen Augen« festgemacht zu sein scheint), hat ein reges Nachtleben und trieft vor Scham. Am Anfang ist nicht klar, ob er sich über Emely lustig macht und sie aufziehen will oder doch noch mehr dahinter steckt. Mir gefiel seine provokative Art und wie er Emely immer wieder auf die Palme bringt. Das ist einfach witzig.

Die beiden in Kombination sind einfach der hammer. Ich konnte gar nicht genug von den beiden kriegen. Sehr gutes Zusammen- oder eher Gegenspiel. Elyas will sich Emely annähern und rennt dabei immer wieder gegen eine Wand. Sie will sich partout nicht auf ihn einlassen und stößt ihn immer wieder von sich. Doch er gibt nicht auf und wird immer mehr zur Klette. Einfach herrlich die beiden.

Der Schreibstil ist locker und der Leser fliegt förmlich über die Seiten. Auf einmal war es nachts um drei und das Buch ausgelesen. Sehr guter leichter Stil, der Spaß macht zu lesen. Es ist sehr amüsant und hält den Leser auf Trapp. Es ist absurd, witzig, beknackt, liebenswert aber auch spannend.

Es gab nicht viele Überraschungen, nur die Blöd- und Sturheit von Emely hat mich überrascht. Es gab nicht allzu viele Geheimnisse für den Leser, oder für mich. Das war ein wenig schade, da das Buch bzw der Plot doch einiges zu bieten hatte. Aber na ja, in dem Genre geht es ja vor allem um die Liebe und nicht ums Rätselraten, auch wenn das hier vielleicht nicht so schlecht gewesen wäre.

Im Nachhinein ist mir aufgefallen, dass mir doch ein bisschen was gefehlt hat. Im ersten Band ist nicht wirklich viel passiert, bis auf pausenloses Annähern von Elyas und Emelys kalter Schulter. Ich mochte die Szenen mit den beiden und auch die Umsetzung der Autorin, aber irgendwie war es dann doch ziemlich wenig Handlungsinhalt. Gut, da war mal ein Unfall. Aber der geriet auch recht schnell in Vergessenheit. Das Buch hätte ein ganzes Stück gerafft werden können, ohne dass viel verloren gegangen wäre. Klar, Emelys Innenleben ist auch wichtig, dass sie langsam loslässt. Aber sie lässt nun doch seeeehr langsam los und ja. Wie erwähnt, die Szenen zwischen den beiden sind genial und haben Spaß gemacht, ich habe sie gern gelesen und es hätte von mir aus auch ewig so weiter gehen können, aber irgendwas hat mir im Nachhinein dann doch gefehlt.

Beim Ende dachte ich nur: »Nein, das ist jetzt nicht gleich vorbei! Das kann doch nicht so enden!« Darum ging es bei mir auch nahtlos weiter. Ohne zu viel verraten zu wollen, es endet nicht so, wie man es beim klassischen Liebesroman erwartet. Am liebsten hätte ich Emely geschlagen und geschüttelt, aber das geht ja leider nicht bei einem Buchcharakter.
Es bleibt vieles offen und man muss quasi weiterlesen (insofern einem das Buch gefallen hat).

Fazit:
Ich habe gelacht und geweint, das Buch war süß und zeigt sowohl Leichtigkeit als auch Tiefschläge. Es bietet gute, leichte Unterhaltung, auch wenn nicht allzu viel passiert. Aber ich hatte viel Spaß beim Lesen, übrigens auch mit dem Folgeband.
Ein Buch, das ich jedem Fan von Liebeskomödien empfehlen kann!

Seit langem nicht mehr so gelacht. 4,5 von 5 Sternen von mir!

eure Maria


Dienstag, 26. November 2013

Veröffentlichung "Von tausend Schatten"

Sie sind da! Sie sind da! Sie sind da! 
Endlich sind die Bücher da und können beim Herausgeber bestellt werden!


Titel: Von tausend Schatten
Thema: Sucht und Obsession

ISBN: 978-3-00-043620-8
Preis: 9,90€



Cover von Barbara Sedderz

Beschreibung: 
Menschen. Wir begegnen ihnen täglich, zufällig oder geplant. Doch wissen wir wirklich, wie es in ihnen aussieht? Was ist wahr, was ist Scharade? Was ist sichtbar, was liegt im Schatten?

Für diesen Band haben zehn Autorinnen und Autoren hinter die Fassaden und Mauern von Menschen geblickt. Haben fiktive Leben beschrieben, reale nachgezeichnet - oder aber das Bild des Menschen, den sie im Spiegel sehen. Eines ist allen gemein: Sie sind auf der Suche. Sei es nach Erlösung, nach Trost oder Vergessen; nach Stärke, Bestätigung oder einfach nach sich selbst.

Die vierzehn Geschichten erzählen davon, wie viel Kraft es kostet, Fassaden aufrechtzuerhalten, bis sie bröckeln; wie es ist, Masken zu tragen, bis sie heruntergerissen werden; erzählen von den Abgründen aus Süchten und Obsessionen. Von tausend Schatten.  

Mit dabei sind:
Adrian Alexander
Alfred Berger (Herausgeber)
Christiane Gemmer
Claudia Kociucki
Eugenia Toledo
Jochen Ruscheweyh
Laura Lulu Bolz
Maria Engels
Naviv la Mince
Vincent Vyske  

Die Anthologie kann inzwischen bei von1000schatten@web.de bestellt werden.

Wer noch ein bisschen stöbern will, ist herzlich eingeladen, sich durch unsere Facebook-Seite zu klicken.

Wir wünschen viel Spaß mit den Gesichten und den Blicken hinter die Fassade!

Montag, 25. November 2013

Rezension: "Der Palast des Poseidon - Chroniken der Weltensucher" - Thomas Thiemeyer

entnommen bei loewe-verlag.de




Titel: Chroniken der Weltensucher – Der Palast des Poseidon
Autor: Thomas Thiemeyer
Genre: High Fantasy / Steampunk
Verlag: Loewe
Seiten: 472
Preis: 17,90€



→ Rezi zu »Der Atem des Teufels«







Der Klappentext:
Ein griechisches Frachtschiff kämpft sich durch die schwere See vor der Inselgruppe Santorin. Steuerbord leitet der Leuchtturm von Therasia den Kapitän sicher durch die tückische Meeresströmung zwischen den beiden Hauptinseln Thera und Therasia. Doch plötzlich blinkt das Leuchtfeuer nicht mehr rechts, sondern links vom Bug des Schiffes, dann wieder rechts, dann sind auf einmal zwei Lichter zu sehen. Als würden die feurigen Augen von Skylla, dem Ungeheuer, über das Meer blicken. Und dann erhebt sich ein riesiger Fangarm mit eisernen Klauen und umklammert das Schiff.
Kurz darauf ist der Frachter verschwunden. Spurlos. Wie schon etliche Schiffe zuvor, die diese Stelle kreuzten.
Nur wenige Wochen nach seiner aufsehenerregenden Rückkehr aus der Stadt der Regenfresser nimmt Carl Friedrich Donhauser, genannt Humboldt, den Auftrag an, nach den verschwundenen Schiffen zu suchen. Zu diesem Zweck chartert er das modernste Forschungsschiff seiner Zeit, die Calypso, und damit eine der aufregendsten Erfindungen des ausgehenden 19. Jahrhunderts: die erste Bathysphäre der Welt, eine Tauchkugel, die es möglich macht, sich mehrere Stunden unter Wasser aufzuhalten. Aber dann müssen Humboldt und seine Gefährten viel länger unter der Wasseroberfläche bleiben als geplant. Mehr als 300 Meter unter dem Meer machen sie eine unglaubliche Entdeckung ...

Die Rezension:
Nachdem ich den ersten Teil gelesen und den Titel des Zweiten gesehen habe, musste ich ihn einfach haben! Und er hat meine Erwartungen sogar noch übertroffen!

Humboldt hat seine Arbeit für die Universität aufgegeben und wartet nun auf Auftraggeber und neue Abenteuer. Zu seinem Glück muss er nicht lange warten. Im Mittelmeer verschwinden Schiffe und angeblich soll ein riesiger Krake dahinter stecken. Doch der Kapitän, der einen Vorfall überlebte und davon berichtete, soll betrunken gewesen sein, was seine Aussage nicht mehr wirklich glaubwürdig macht. Humboldt will der Sache dennoch nachgehen und begibt sich mit Oskar und den anderen nach Griechenland. Dort finden sie nicht nur den Kraken, sondern ein Geheimnis, dass vor ihnen noch nie ein Mensch gesehen, bzw. überlebt hat.

Die Charaktere haben sich kaum zum ersten Buch verändert.
Humboldt ist ein Abenteurer, wie er im Buche steht und hat vor scheinbar nichts und niemandem Angst.
Oskar ist immer noch nicht so ganz von der Abenteurer-Sache überzeugt und würde wohl lieber weiterhin über sie lesen.
Charlotte ist da ein wenig abenteuerlustiger und schlägt ganz nach Humboldt. Sie erfindet, tüftelt und bringt sogar Wilma, einen Kiwi, zum Sprechen. Auch wird klar, dass sie für Oskar mehr empfindet, als nur Freundschaft. Sie reagiert zunehmend verschnupft, als Océanne sich an Oskar heran macht.
Die Französin ist die Tochter eines Schiffbauers und ebenfalls eine Erfindern. Sie und ihr Vater bilden einen wichtigen Teil der Truppe. Zudem würde es ohne sie die Nautilus, eine Tauchkugel, gar nicht geben. Die beiden sind sehr offen und sympathisch, mit einem Hauch Wahnsinn dahinter. Sie passen sehr gut zu der Abenteurergemeinschaft.
Der Norweger, wie er genannt wird, ist eine Marke für sich, Er ist ein Auftragsmörder, der nun auf Humboldt angesetzt wurde. Er ist der Gruppe dicht auf den Fersen, doch scheint Humboldt ihm immer einen Schritt voraus zu sein. Er ist eiskalt, recht erfolgreich und bildet einen würdigen Gegner mit dem es nicht so schnell langweilig wird.

Es war wieder sehr spannend mit der Truppe und das nicht nur wegen des Verfolgers. Sie bilden eine interessante Konstellation, die gut miteinander agiert und sehr real wirkt. Leider gibt es sie nicht im echten Leben, sonst hätte ich wohl schon längst an Humboldts Tür geklopft.

Die Ideen waren wieder genial und haben den ersten Band meiner Meinung nach sogar um einiges übertroffen. Diesmal kommt auch wesentlich mehr Mechanik und Dampfkraft vor als vorher, was das ganze wesentlich steampunkiger macht und den ein oder anderen sicher auch noch mal freut.

Eigentlich will ich auch gar nicht noch mehr verraten, weil die Ideen ziemlich genial sind und jeder Leser das selbst entdecken sollte. Aber um es mal zusammen zu fassen: Den Palast und den Kraken gibt es wirklich, nur etwas anders als gedacht. Neben der Nautilus erscheint auch noch ein mechanischer Mensch, was es aber mit ihm und all dem anderen auf sich hat und wie alles miteinander zusammen hängt, das musst du jetzt selber herausfinden.

Der Stil: Wo der erste Band sich teilweise sprunghaft oder zu schnell erzählt anfühlte, ist davon im Zweiten nichts mehr zu spüren. Es geht stetig mit gutem Tempo voran und die Spannung hält ebenfalls bis zum Ende. Es ist schön geschrieben und der Autor nimmt sich wieder die Zeit seine Ideen bzw Erfindungen zu beschreiben.
Es ist sehr detailreich und zum Anfassen beschrieben, wie der Leser mit Humboldt auf den Grund des Meeres taucht. So steckt man laufend zwischen Staunen und Spannung.
Meiner Meinung nach hat sich der Autor mit der Stadt unter dem Meer selbst übertroffen.

Das Ende kam leider recht früh, ich wäre gern noch länger in der Tiefe geblieben. Ansonsten war es aber klasse gemacht. Sehr spannend und nervenaufreibend erzählt. Mir gefiel die Lösung richtig gut und passte auch super ins Buch.

Der Band lässt sich auch ohne Vorkenntnisse gut lesen. Es sind in sich größtenteils geschlossene Handlungen, die von immer anderen Abenteuern berichten. Ich würde aber auch »Die Stadt der Regenfresser« empfehlen. Es ist anders und beinhaltet ebenfalls tolle Ideen und Schauplätze, wie »Der Palast des Poseidon«.

Fazit:
Ein geniales Buch, spannend erzählt mit genialen Ideen. Die Stadt, die Leute, die Erfindungen: Es passt einfach alles und macht Spaß beim Lesen.
Eine Leistung die schwer zu toppen ist. Ich bin dennoch auf den nächsten Band gespannt und freue mich darauf, was sich der Autor da wieder ausgedacht hat!
Klare Leseempfehlung!

5 von 5 Sternen!

eure Maria