Mittwoch, 21. November 2012

Rezension: "Ocean Rose: Erwartung" - Tricia Rayburn


Getreu dem Motto: »Einfach mal lesen« bin ich zu diesem Buch gekommen. Und ich muss sagen, es ist nicht so schlecht wie ich erwartet hatte. Um genau zu sein, wollte ich mich überraschen und das Buch hat es geschafft.


Titel: Ocean Rose: Erwartung (ehemals: Im Zauber der Sirenen)
Autor: Tricia Rayburn
Genre: Fantasy
Seiten: 368
Verlag: Ullstein Taschenbuch Verlag


Der Klappentext:
Irgendetwas stimmt nicht im verschlafenen Küstenstädtchen Winter Harbor: Mehrere Menschen werden tot an den Strand gespült. Als auch Vanessas Schwester Justine unter den Toten ist, weiß sie, dass sie handeln muss. Niemals hätte die schüchterne Vanessa gedacht, dass ausgerechnet der attraktive Simon ihr hilft, die gefährliche Wahrheit zu finden, die sich in den dunklen Fluten verbirgt. Dieses Buch erschien 2010 unter dem Titel "Im Zauber der Sirenen".

Die Rezension:

Ganz ehrlich? Schlecht fand ich das Buch wirklich nicht. Ich bin ohne Erwartungen ans Lesen gegangen und hab mich einfach darauf eingelassen. Aus Interesse würde ich auch die folgenden Bände lesen.
Es dauerte etwas bis es zu den Sirenen ging. Zu Beginn war es gute Unterhaltung, ohne, dass ich wusste, wo das Buch mit mir hinwollte. Es ist gut geschrieben, lässt sich gut und flüssig lesen und auch gut eintauchen. So dass auch die ersten Seiten nur so dahin flogen, allein schon wegen den sympathischen Charakteren. Der weitere Verlauf war auch gut. Einige Verwicklungen waren offensichtlich, andere schönes Rätselraten und manches auch sehr unerwartet. Eine gute Mischung, die keine Langeweile hat aufkommen lassen.

Angesprochen gefühlt habe ich mich auch durch die Meteorologie (Teil meines ehemaligen Studiums) und die unterschiedlichen Charaktere. Sie sind gut ausgearbeitet und es ist leicht, sich in sie hineinzuversetzen.
Justine ist aufgeschlossen, wild, ein bisschen verrückt und der totale Überflieger, zudem kümmert sie sich um ihre kleine Schwester und steht ihr in ihren Ängsten bei.
Vanessa dagegen ist sehr schüchtern und zurück haltend, hat Angst vor so ziemlich allem, vor allem vor dem Wasser, mit dem sie unangenehme Erinnerungen verbindet. Sie hat ein schlechtes Gewissen, wegen ihrer Schwester, vor allem, als so einige Geheimnisse ans Licht kommen, und versucht alles um deren Freund Caleb zu finden und ihren Tod aufzuklären.
Zusammen mit Simon versucht Vanessa dessen Bruder Caleb zu finden. Simon ist etwas verschlossen, verloren in seinem Studium, sehr ehrlich und bemüht sich um alles und jeden zu kümmern. So versucht er Vanessa und Caleb zu schützen, sowie ihnen zu helfen.
Vanessa und er bilden ein gutes Team und ihre Beziehung entwickelt sich. Ich bin gespannt, was bei den beiden noch passiert.

Was ich sehr gut fand, war, dass es nicht die typischen Meerjungfrauen waren, mit wallendem Haar und Fischflosse, sondern »normale« Frauen. Ebenso der Bezug zum Wetter und die Verbindung mit den Sirenen machten es interessant und spannend zu lesen. Es waren neue Aspekte, die gut vermischt wurden, sodass es nicht klassisch-langweilig war.

Viel mehr lässt sich fast nicht sagen ;)
Alles in allem hat mir das Buch gut gefallen, auch weil es ein wenig anders ist und mehrere Aspekte vereint. Wer also die klassischen Meerjungfrauen erwartet, könnte enttäuscht werden. Wer aber etwas Neues und auch Unerwartetes lesen will, ist mit diesem Buch auf dem richtigen Weg. ;) Es zeichnet sich nicht durch actiongeladene Szenen und extremer Spannung aus, sondern durch die Figuren, die Sirenen, die Beziehungen und die neuen Aspekte, die mit viel Phantasie umgesetzt wurden.

Von mir doch 4 Sterne, weil es mich überrascht hat =)

Viel Spaß beim Lesen!

Rezi zu Band 2
Rezi zu Band 3
eure Maria

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