Donnerstag, 25. Oktober 2012

Rezension: "Das Grauen in den Bergen" - Fred Ink




Titel: Das Grauen in den Bergen
Autor: Fred Ink
Genre: Horror
Verlag: CreateSpace 
Seiten: 138 

Autorenseite: Fred Ink
Der Buchtrailer: Das Grauen in den Bergen


Auch beim zweiten und dritten Mal lesen Gänsehaut pur! Ein Muss für alle Fans klassischen und schleichenden Horrors!


Die Rezension:

Der Klappentext:
Ein Mann wird aus der Nervenheilanstalt entlassen und erfährt von einem mysteriösen Erbe. Die Suche nach seinen Wurzeln führt ihn tief in die Berge Neuenglands, wo zahlreiche seiner Vorfahren auf grausige Weise ums Leben kamen. Was erwartet ihn auf dem nebelverhangenen Gipfel? Welche Macht zieht unwiderstehlich an ihm und hat seine Familie ins Verderben gestürzt? Eine klassisch angehauchte Horrornovelle für Freunde der "alten Meister" wie Poe oder Lovecraft!

Die Novelle beginnt mit Geheimnissen. Geheimnisse um Personen, Aufenthalte, Orte, Häuser und nicht gekannte Verwandte. Der Einstieg lässt sich Zeit, führt einige Informationen ein, ohne es zu überstürzen. So baut sich eine schleichende Spannung auf und man merkt richtig, wie man das Buch nicht mehr loslassen will. Spätestens als er das Haus betritt, hat mich das Buch vollends in seinen Bann gezogen, abgenagte Fingernägel inklusive.

Roderick ist seltsam. Er hat viel Zeit seines Lebens in der Nervenheilanstalt verbracht, seine Eltern nie gekannt und wird endlich entlassen. Doch statt zu seiner Magdalene zurück zu kehren, wird er von einem Chauffeure abgeholt und mit dieser Fahrt scheint sich vieles zu verändern. Nicht nur, dass er von einem Erbe erfährt, er hat auch noch einen Auftrag.
Die Figur ist sehr gut ausgearbeitet und tiefgründig. Seine Eigenheiten sind unterschwellig spürbar und brechen auch ab und zu an die Oberfläche. Ich fand es gut gelungen, dass dieser Aspekt mit seiner Psyche nicht in den Hintergrund getreten ist, sondern auch weiterhin präsent war, ohne die Geschichte aber in diese Richtung zu drängen.
Auch gefiel mir die Alte, die zwar nicht grad ein Sympathieträger ist, doch wurde sie nicht als stumpfe Nebenperson eingeführt, sondern auch mit liebe zum Detail ausgearbeitet.

Als das Summen oder Dröhnen einsetzt, spürt man sogar als Leser den Sog, der einen immer weiter zu den Gipfeln zieht. Die Spannung wird unerträglich, man wartet auf die Erklärung, auf die Begegnung, auf irgendwas. Und ich fand es auch gelungen, dass der Autor dann eben nicht hetzt, sondern sich weiterhin Zeit lässt und seinem Stil treu bleibt.

Die Sprache ist in einem älteren, gehobenen Stil gehalten, ohne große Schnörkel und passt sehr gut zu dem Setting und den beschrieben Personen, ohne überhoben zu sein. Auch lässt sich Fred Ink einige schöne Bilder einfallen, die er unauffällig in den Text webt und so alles sehr anschaulich darstellt. Es wirkt alles recht düster und drückend, aber mitreißend, fast wie ein Schwarzweißfilm läuft die Handlung im Kopf mit.

Ich mochte sehr die Form des erzählenden Briefes, so wurde der Leser auch hin und wieder »direkt« angesprochen und fühlte sich mitten in der Geschichte. Zudem war es gut zwischen dem Persönlichen und dem Erzählenden gehalten, dass es sich gut und und nicht immer wie ein Brief lesen ließ.

Die kleinen Codes zwischendrin lockern den Text auf und animieren zum Miträtseln. Eine schöne Idee, die auch nicht zu kompliziert gestaltet ist, dass man die Lust am Decodieren verliert.
Zum Inhalt vielleicht nur noch so viel (hab ja schon genug gespoilert vom Gefühl her..) : Lest es einfach. Eine tolle Idee wurde hier sehr detailreich und spannend umgesetzt. Sie ist es wert gelesen zu werden und der Autor zeigt, dass er sich auch in diesem Genre zu bewähren weiß.
Das Ende, immer wieder ein Knackpunkt, fand ich richtig gut gelungen. Die Spannung erreicht ihren Höhepunkt und bildet auch einen guten, grausigen Abschluss der Novelle ;)

Allerdings muss ich ehrlich sagen, dass ich mich mit Horror nicht wohl fühle und ihn ungern lese, aber dieses Buch... Einfach der Hammer und kann seinen Vorbildern gerecht werden! Lesen Leute! ;)
Mein Dank an den Autor, für das Testlesen lassen, das Wanderbuch und die wunderbare Novelle!

Volle 5 Sterne von mir!  

eure Maria

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