Dienstag, 30. Oktober 2012

Schreibchallenge aka Lesechallenge

Das war wohl nix. Da habe ich mir so viel für die Challenge vorgenommen, wollte meinen letzten Rekord toppen und was war? Flaute. Ich habe ein bisschen korrigiert und hier und da etwas eingefügt, eine kleine Geschichte für die Uni geschrieben und das war es auch schon. Mit viel Glück sind vielleicht 1000 Worte zustande gekommen... joa fehlt noch einiges um die angesetzten 30.000 Wörter zu erreichen. Aber es muss ja nicht immer während einer Challenge geschrieben werden. Die Tage habe ich Neela ausgedruckt, um sie besser korrigieren zu können und meine Zeichner motivieren mich auch wieder zum Schreiben. Die Novelle wird noch fertig und wenn ich mich im dunklen Kämmerlein einschließen muss ;) Nur wird es nichts in dieser Challenge... 

Dafür habe ich einen ganz anderen Rekord geschafft, also so für mich ^^" Ich habe sechs Bücher gelesen. Manche mögen sagen, dass  sind ja richtig wenig in einem Monat, für andere schon ziemlich viel. Für mich war es auch recht viel, da ich so viele sonst nur bei viel Freizeit schaffe. Daraus entwickelte sich eine ganz andere Challenge. Ich habe mir selbst ein Bücherkaufverbot auferlegt um meinen SuB (Stapel ungelesener Bücher) abzubauen. Besagter SuB umfasst derzeit noch 43 Bücher und ich will auf 30 oder besser noch 20 Bücher runterkommen, ehe es wieder ans Kaufen geht. Ich bin gespannt, wie weit ich komme und ob ich eisern bleiben kann. Den ersten Versuchungen konnte ich widerstehen, was nicht so leicht ist, bei diversen Ausverkaufen und Bücher-Oulet-Läden ;) , dafür wächst mein Wunschzettel bei Amazon stetig, aber das muss wohl so ^^ Noch läuft es gut, werde mein Bücherregal demnächst auch mal aussortieren, vor allem jene Bücher, die mich nicht zum Lesen bewegen können. 

Also wenn schon nicht schreiben, dann wenigstens lesen! Die nächste Schreibchallenge kommt bestimmt! *tschakka!*

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Rezension: "Das Grauen in den Bergen" - Fred Ink




Titel: Das Grauen in den Bergen
Autor: Fred Ink
Genre: Horror
Verlag: CreateSpace 
Seiten: 138 

Autorenseite: Fred Ink
Der Buchtrailer: Das Grauen in den Bergen


Auch beim zweiten und dritten Mal lesen Gänsehaut pur! Ein Muss für alle Fans klassischen und schleichenden Horrors!


Die Rezension:

Der Klappentext:
Ein Mann wird aus der Nervenheilanstalt entlassen und erfährt von einem mysteriösen Erbe. Die Suche nach seinen Wurzeln führt ihn tief in die Berge Neuenglands, wo zahlreiche seiner Vorfahren auf grausige Weise ums Leben kamen. Was erwartet ihn auf dem nebelverhangenen Gipfel? Welche Macht zieht unwiderstehlich an ihm und hat seine Familie ins Verderben gestürzt? Eine klassisch angehauchte Horrornovelle für Freunde der "alten Meister" wie Poe oder Lovecraft!

Die Novelle beginnt mit Geheimnissen. Geheimnisse um Personen, Aufenthalte, Orte, Häuser und nicht gekannte Verwandte. Der Einstieg lässt sich Zeit, führt einige Informationen ein, ohne es zu überstürzen. So baut sich eine schleichende Spannung auf und man merkt richtig, wie man das Buch nicht mehr loslassen will. Spätestens als er das Haus betritt, hat mich das Buch vollends in seinen Bann gezogen, abgenagte Fingernägel inklusive.

Roderick ist seltsam. Er hat viel Zeit seines Lebens in der Nervenheilanstalt verbracht, seine Eltern nie gekannt und wird endlich entlassen. Doch statt zu seiner Magdalene zurück zu kehren, wird er von einem Chauffeure abgeholt und mit dieser Fahrt scheint sich vieles zu verändern. Nicht nur, dass er von einem Erbe erfährt, er hat auch noch einen Auftrag.
Die Figur ist sehr gut ausgearbeitet und tiefgründig. Seine Eigenheiten sind unterschwellig spürbar und brechen auch ab und zu an die Oberfläche. Ich fand es gut gelungen, dass dieser Aspekt mit seiner Psyche nicht in den Hintergrund getreten ist, sondern auch weiterhin präsent war, ohne die Geschichte aber in diese Richtung zu drängen.
Auch gefiel mir die Alte, die zwar nicht grad ein Sympathieträger ist, doch wurde sie nicht als stumpfe Nebenperson eingeführt, sondern auch mit liebe zum Detail ausgearbeitet.

Als das Summen oder Dröhnen einsetzt, spürt man sogar als Leser den Sog, der einen immer weiter zu den Gipfeln zieht. Die Spannung wird unerträglich, man wartet auf die Erklärung, auf die Begegnung, auf irgendwas. Und ich fand es auch gelungen, dass der Autor dann eben nicht hetzt, sondern sich weiterhin Zeit lässt und seinem Stil treu bleibt.

Die Sprache ist in einem älteren, gehobenen Stil gehalten, ohne große Schnörkel und passt sehr gut zu dem Setting und den beschrieben Personen, ohne überhoben zu sein. Auch lässt sich Fred Ink einige schöne Bilder einfallen, die er unauffällig in den Text webt und so alles sehr anschaulich darstellt. Es wirkt alles recht düster und drückend, aber mitreißend, fast wie ein Schwarzweißfilm läuft die Handlung im Kopf mit.

Ich mochte sehr die Form des erzählenden Briefes, so wurde der Leser auch hin und wieder »direkt« angesprochen und fühlte sich mitten in der Geschichte. Zudem war es gut zwischen dem Persönlichen und dem Erzählenden gehalten, dass es sich gut und und nicht immer wie ein Brief lesen ließ.

Die kleinen Codes zwischendrin lockern den Text auf und animieren zum Miträtseln. Eine schöne Idee, die auch nicht zu kompliziert gestaltet ist, dass man die Lust am Decodieren verliert.
Zum Inhalt vielleicht nur noch so viel (hab ja schon genug gespoilert vom Gefühl her..) : Lest es einfach. Eine tolle Idee wurde hier sehr detailreich und spannend umgesetzt. Sie ist es wert gelesen zu werden und der Autor zeigt, dass er sich auch in diesem Genre zu bewähren weiß.
Das Ende, immer wieder ein Knackpunkt, fand ich richtig gut gelungen. Die Spannung erreicht ihren Höhepunkt und bildet auch einen guten, grausigen Abschluss der Novelle ;)

Allerdings muss ich ehrlich sagen, dass ich mich mit Horror nicht wohl fühle und ihn ungern lese, aber dieses Buch... Einfach der Hammer und kann seinen Vorbildern gerecht werden! Lesen Leute! ;)
Mein Dank an den Autor, für das Testlesen lassen, das Wanderbuch und die wunderbare Novelle!

Volle 5 Sterne von mir!  

eure Maria

Mittwoch, 24. Oktober 2012

Rezension: "Die Stadt der verkauften Träume" - David Whitley


Ein wunderbarer Fantasyroman für jedes Alter. Durch Zufall habe ich das Buch gefunden und geradezu verschlungen.
Bei Goldmann erschienen, ist der Roman toller Auftakt zu der Reihe.


Titel: Die Stadt der Verkauften Träume
Autor: David Whitley
Genre: Fantasy
Seiten: 381
Verlag: Goldmann Verlag


Der Klappentext:
Ein magischer Roman um Gut und Böse, Macht und Unrecht, Liebe und Verrat.
Glück kann sich in Agora nicht jeder leisten. In der Stadt, in der man Gefühle, Gedanken und seine Kinder eintauschen kann, hat alles seinen Preis. Und der kann sehr hoch sein. Lilly und Mark wissen das nur zu gut. Beide fristen ihr Dasein als Untergebene des berühmten Astrologen Graf Stelli, ohne zu ahnen, wie sehr ihr Schicksal mit dem von Agora verbunden ist. Denn es gibt ein mysteriöses Dokument, auf dem ihre Namen stehen, und es gibt Menschen, die ihr Schicksal genau verfolgen…


Die Rezension:

Schon zu Beginn der Geschichte befindet sich der Leser so gut wie mitten in der Handlung. Mark erwacht in einem Zimmer aus Stein, nachdem ihn ein Schnitter geholt hatte. Sofort drängen sich dem Leser diverse Fragen auf, die einem zum Weiterlesen animieren.
Kurz darauf begegnet er Lily, einer Dienerin, die ihm erklärt, wo er sich befindet und was passiert war. Zuerst zusammen, und später getrennt, lernen sie das Leben kennen und den Willen für etwas zu kämpfen.
Die Entwicklung geht bei beiden in eine andere Richtung, was das Lesen noch interessanter macht. Sie waren beide ganz unten, waren arm und wurden verkauft.

Mark ist 12 Jahre jung und noch ein Kind, als sein Vater ihn an einen Arzt verkauft, nachdem er sehr krank geworden ist. Als Sohn eines Fischer kennt er das Leben in Armut und harte Arbeit. Vom Leben selbst und der »richtigen« Stadt hat er allerdings keine Ahnung. Am Anfang wirkt er noch sehr kindlich und naiv, teils sogar jünger, als er eigentlich ist, hat eine geringe Bildung und lebt in den Geschichten, die seine Mutter im erzählt hatte. Das ändert sich mit der Zeit und unter der Einweisung anderer. Er lernt lesen, schreiben, sich zu behaupten, Reichtum und Intrigen kennen. Er wird reifer und klüger, das äußert sich auch in seiner Denk- und Sprechweise. Sein Wandel hat mir gut gefallen, da ich erst Bedenken, wegen des Alters hatte. Doch er lernt schnell erwachsen zu werden und nur noch selten kommt seine Unsicherheit und Naivität durch. Allerdings scheint er später seinen Blick für das Wichtige und Richtige zu verlieren. Da wurde er mir sogar etwas unsympathisch. Den Wandel fand ich aber sehr gut dargestellt, ebenso die Entwicklung. Er wirkt sehr echt und man spürt das Kind auch zwischen den Zeilen.

Lily ist nur wenige Monate älter als Mark. Sie war sechs Jahre jung, als sie von dem Waisenhaus an den Grafen verkauft wurde. Sie ist sehr selbstständig und wirkt wesentlich älter als sie eigentlich ist. Ihr größter Wunsch ist, dass sie den Turm, in dem sie arbeitet, verlassen und in die Stadt kann. Als sich ihr die Möglichkeit bietet, ergreift sie sie sofort. Später überredet sie den Doktor ihr Projekt zu unterstützen, dass sie mithilfe diverser Freunde am Leben erhält. Immer wieder trifft sie mit Mark zusammen. Diese Begegnungen verdeutlichen sehr gut die Unterschiede zwischen den Beiden und die Richtung, in die sie sich entwickeln. Lily wird immer selbstbewusster und entwickelt sich weiter. Auch die Suche nach ihrer Familie nimmt sie wieder auf.

Die Personen sind sehr gut ausgearbeitet und oft nicht so, wie sie erscheinen. Hinter vielen verbergen sich Geheimnisse, die erst nach und nach ans Licht kommen. Oft sind sie sympathisch, bei manchen wusste ich aber auch nie, wie ich sie einschätzen sollte. So kamen manche Wendungen auch sehr unerwartet. Doch sie haben das Buch voran getrieben, es war spannend zu sehen, wie sich alle und alles entwickeln/-t.
Gefallen hat mir auch, dass die Personen alle miteinander verbunden sind. Die Beziehungen zwischen ihnen könnten unterschiedlicher nicht sein, so kommen auch manche Details ans Licht, mit denen man nicht mehr gerechnet hatte. Andere Verbindungen dagegen waren vorhersehbar und dennoch hat es der Autor geschafft eine (kleine) Wendung einzubauen. So hatte man nie das Gefühl, dass jetzt noch jemand eingeführt wurde, nur damit es noch jemanden gibt, sondern hatten alle eine bestimmte Funktion.

Zudem war auch die Gesellschaftsidee sehr gut umgesetzt. Die Stadt, deren Aufbau, die Probleme und die Verbindungen waren sehr gut dargestellt und auch etwas neues. In der Stadt hat alles seinen Preis, alles wird eingetauscht, sogar Gefühle können abgegeben werden. Es orientiert sich schon an bestehenden oder vergangenen Gesellschaften, dennoch fand ich es sehr gut umgesetzt. Ein bisschen wie poliert und neu aufgelegt ;) Ein Grund, warum ich mir auch den zweiten Band gekauft habe, denn da gibt es eine neue gesellschaftliche Ordnung.

Zum Inhalt habe ich ja schon einiges verraten. Im Großen und Ganzen fand ich es sehr gut umgesetzt, spannend geschrieben und schnell zu lesen. Das Mitternachts-Statut wird erst wesentlich später und dann auch nicht so ausführlich angesprochen, wie gedacht. Ich vermute, dass es vor allem in den nächsten Büchern noch von Bedeutung sein wird.
David Whitley watet mit schönen Beschreibungen auf. Die Welt bzw. die Stadt wird ebenfalls gut beschrieben, sodass der Leser immer weiß, wo er ist, wie es aussehen könnte, ohne aber von Informationen erdrückt zu werden. Ich persönlich hätte mir gern einen Plan der Stadt gewünscht, aber ohne ließ es sich auch gut orientieren.
Das zentrale Thema: die Sterne wird auch wunderbar umgesetzt und taucht immer wieder auf. Es steckt im Aufbau der Stadt, in ihrem Glauben und in den Menschen.Ein schöner Aspekt, der auch von Lesern gemocht werden kann, die nicht so viel Wert auf Sternenkunde legen.

Das Zusammenspiel der Idee, der Figuren und der Gesellschaft machen das Buch lesenswert! Mich hat zwar erst das Alter der Hauptfiguren abgeschreckt, aber das wurde ja gut gelöst. Das Ende lädt zudem zum Weiterlesen ein. Der zweite Band, steht auf der Liste.

Ein interessantes Buch für jeden Fantasy Fan ;) Vier Sterne von mir und ich bin gespannt, wie es weiter geht!

eure Maria

Sonntag, 7. Oktober 2012

Ready. Steady. Write! - Runde 2

Endlich ist es auch für mich so weit, endlich kann ich auch mit der Challenge starten. Ob das bei einer Woche Rückstand noch etwas wird, wird sich zeigen, aber ich bin zuversichtlich =) 

Diesmal sind wir schon ein paar mehr Schreiberlinge, die Konkurrenz ist stark und fleißig am Schreiben. Ich bin gespannt, wie weit wir alle diesmal kommen, ob wir schaffen, was wir wollten, vielleicht auch über uns hinaus wachsen. Ich freue mich auf den Austausch, die "word wars" mit Jenny, und das Schreiben an sich!
Das Letzte mal habe ich die 20.000 - Wortmarke geknackt, dieses Mal heißt es die 30.000 zu erreichen (oder zumindest in die Nähe dessen zu kommen ^^"). Neela wartet sehnsüchtig auf neue Worte und die Fertigstellung ist ja auch für dieses Jahr geplant. Also ran an die Tastatur! In der Hoffnung, dass nicht wieder etwas dazwischen kommt... wie das letzte Mal. 

Heute geht es wieder los, endlich bin ich bei dem Teil "Am Rande des Wahnsinns" angekommen, mit dem die letzte Staffel begann. Nun heißt es, das Geschriebene umarbeiten, damit es zum "neuen Teil" passt und weiter schreiben. Ich freue mich drauf, da ich die Geschichte ein wenig vernachlässigt habe und die Challenge bietet noch die meiste Motivation viel zu schreiben. Mal sehen wie viel es am Ende wird und ob ich Neela bald fertig habe.

Ich wünsche allen Teilnehmern viel Spaß und Motivation! Wer Lust hat, kann jederzeit noch mit einsteigen.