Sonntag, 23. September 2012

Buchvorstellung: Hereafter, Arise von Tara Hudson

Zwei der drei Bücher sind schon auf Englisch veröffentlicht und das Dritte erscheint 2013. Auf Deutsch gibt es im Moment nur den Ersten Band ("Wenn du mich siehst"). Dennoch will ich euch die Reihe vorstellen. 

Hier mal die beiden Englischen Cover. Ich konnte die Bücher nicht mehr aus der Hand legen und habe sie förmlich verschlungen. 
Der dritte Band steht fest auf meiner Wunschliste für das nächste Jahr.
Es gibt Geister, Friedhöfe, eine Brücke, Unfälle,  viel Liebe, ein Zwischenreich, dunkle Schatten, Exorzismus, Poltergeister, Geheimnisse, Seherzirkel, uvam.

Alles in allem ist es eine bunte Mischung aus Liebe, Spannung, tollen Ideen und Geistern. 
Ich fand es schön mal wieder etwas anderes zu lesen und mit den Geistern bringt die Autorin ein bisschen Wind in die Fantasy-Welt. 

Der Klappentext vom ersten Band: 
Amelia ist 18 zum Zeitpunkt ihres Todes. Seitdem streift sie als ruheloser Geist durch die Kleinstadt, in der sie einst zur Schule ging, mit Freunden die Nachmittage verbrachte, lernte, lachte, liebte: All dies scheint ihr unwiderruflich verloren. Doch dann lernt sie Joshua kennen, der mit seinem Wagen über die Böschung schießt und beinahe in einem Fluss ertrinkt, in dem Amelia ihren Tod fand. Tief in den dunklen Fluten erblickt er für einen Sekundenbruchteil Amelia, die ihm in dem verzweifelten Versuch zu helfen hinterhergesprungen ist.Und das Wunder geschieht: Die Gabe, Amelia sehen, hören und sogar berühren zu können, bleibt Joshua erhalten. An seiner Seite kann Amelia das unheimliche Zwischenreich, in dem sie einer Gefangen gleich orientierungslos umherirrte, verlassen und ein Stück weit ins Leben zurückkehren. Doch ihr Glück ist nur von kurzer Dauer: Denn da ist noch jemand, der Amelia sehen kann, jemand, der Böses im Sinn hat und sie endgültig ins Jenseits befördern will.
entnommen: weltbild.de

Autor: Tara Husdon
Titel: Wenn du mich siehst
Verlag: Heyne Verlag
Genre: Fantasy
Seiten: 351
Preis: 14,99€


im Englischen erschienen bei: 
Verlag: Harper Collins

Ich kann die Bücher jedem empfehlen, der Spaß an Geister- und Liebesgeschichten hat. 
Viel Freude damit =) 

Dienstag, 18. September 2012

Zeichner/ Grafiker gesucht

Bildquelle
Hey ihr Lieben,

Ihr kennt doch noch "Neela"? 
Für alle die sie nicht kennen: Neela ist mein Kurzroman, eine Fantasyreise mit Harpyien, Skorpionen, Gargoyle, Drachen, einem Durchgang, dem Wahnsinn und vielem mehr.

Jetzt suche ich Zeichner und Grafiker, die Interesse daran hätten, für einige meiner kurzen Kapitelchen etwas zu zeichnen. Volkmar Koch hatte die Idee zu einer Graphic-novel gehabt und nun versuchen wir das umzusetzen. Für einen allein ist das nur etwas zu viel Arbeit und aus dem Grund, wollen wir daraus ein Gemeinschaftsprojekt machen. 

Jeder der Lust hat, oder jemanden kennt, kann sich bei mir melden und würde dann einen Teil der Rohversion von Neela bekommen, wozu er Skizzen anfertigen kann. Ich würde das dann mit Volkmar absprechen und vielleicht seid ihr dabei. =) 

Ich freue mich über jede Rückmeldung!


An meine Testleser: Es dauert noch eine ganze Weile, ihr sollt Neela in einem Stück bekommen und im Moment fehlt noch viel zu viel. Trotzdem hoffe ich, dass ich auf euch zählen kann, wenn es soweit ist. =)

Liebste Grüße
Maria

Sonntag, 2. September 2012

Neela - Eine Begegnung

Neuer Monat, neues Glück! 

Nachdem es jetzt doch nicht so schnell weiter ging, wie erwartet (bedingt durch 2,5 Wochen Urlaub ohne Schreibzeit), wird diesen Monat durchgestartet. Das Ende steht endlich und gefällt mir auch sehr gut. Mal sehen was die Leser sagen werden, wenn ich es denn geschrieben habe. 
Bis zum Ende ist allerdings noch eine riesige Lücke zu überwältigen, die anscheinend auch immer größer, anstatt kleiner wird. Eine Idee und Szene nach der anderen kommt mir in den Sinn und ich weiß manchmal nicht mehr, ob ich mich freuen, oder heulen soll. Schließlich wollte ich ja nur eine Kurzgeschichte schreiben ;) Aber das Ziel steht ja, ich will dieses Jahr noch fertig werden und dazu gehört auch die Endkorrektur, wie es danach mit ihr weiter geht, muss noch geklärt werden. 

Für alle, die dennoch weiter interessiert sind und gespannt mit mir warten, habe ich hier einen weiteren Auszug (unkorrigiert) aus dem Kurzkapitel: Eine Begegnung. Viel Spaß damit! =) 

Jemand packte sie am Arm und zog sie in eine enge Gasse. Ehe sie ein Wort sagen konnte, wurde ihr eine Hand vor den Mund gepresst. »Psst!«, machte es an ihrem Ohr. Widerwillig ließ sich die Gräfin durch die Gasse ziehen. Hinter ihr wurde irgendwo eine Tür geöffnet und sie hindurchgezogen. Die Tür fiel knarrend zurück ins Schloss. Der Raum, in dem sie sich befand, war dunkel und stickig, Stoffe hingen von der Decke, sowie seltsame Gefäße und Kräuter.
»Ich lasse dich los, wenn du nicht schreist.« Die Stimme gehörte einer Frau. Die Gräfin nickte und augenblicklich löste sich die Hand. »Setz dich«, sagte die Fremde.
Die Gräfin drehte sich um und setzte sich auf den ihr angebotenen Platz. Sie zog eine Augenbraue hoch, als sie ihr Gegenüber musterte. Als erstes fielen ihr die gelockten dunkelroten Haare auf, die wild in alle Richtungen abstanden. Das Gesicht war attraktiv, die Gräfin hätte es als schön bezeichnet, wenn die Frau keine lange Narbe über dem linken Auge bis zum Ohr geziert hätte. Das Augenlid hing ein Stück herab, sodass sie das Auge nicht richtig öffnen konnte. Sie waren braun, warm und groß, von langen Wimpern gesäumt. Viele Sommersprossen sammelten sich auf ihrer Nase und unter den Augen. Dadurch ließ sich ein Teil ihrer früheren Schönheit erahnen. Die Gräfin fragte sich, was mit ihrem Gesicht passiert war, was der Grund für diese Narbe war. Die Frau war kaum älter als sie, auch wenn ihre Hände etwas anderes sagten. Ihre vollen Lippen verzogen sich zu einem Lächeln.
»Du hast mich nun genug gemustert«, sagte sie und die Gräfin errötete. »Du fragst dich, woher ich die hier habe«, sie zeigte auf die Narbe. »Viel mehr aber fragst du dich, wer ich bin. Du fragst dich, wieso du hier bist. Wir werden sehen, ob ich dir alle deine Fragen beantworte.« Sie stand auf, um etwas im hinteren Teil des Raumes zu suchen. Für einen Moment überlegte die Gräfin, ob sie fliehen sollte. Wie schnell könnte sie aus dem Raum verschwinden, wenn ... Doch sie war zu neugierig, brannte auf die Antworten, die sie bekommen könnte.
Mit verschiedenen Pergamentrollen kam die Fremde zurück. Sie breitete eine der Karten vor sich aus.
»Wenn du deinen Mann finden willst, musst du über die Grenze.« Sie zeigte auf die Karte und sah der Gräfin kurz ins Gesicht. »Jetzt guck mich nicht an, wie ein Schaf. Ich weiß wer du bist und wonach du suchst. Wenn du ihn finden willst, musst du dich beeilen. Die Skorpione haben ihn mitgenommen und ihrem Gott geopfert. Hier ist er tot und dennoch auf seine Art am Leben.« Die Gräfin riss die Augen auf. »Himmel Mädchen, jetzt hör mir zu. Sie haben ihn geopfert, ja. Aber sein Geist, oder eher seine Seele, lebt weiterhin. Sie ist nur nicht greifbar. Ihr Glauben ist sehr stark, ebenso ihr Gott, er lässt die Opfer nicht sterben. Du kannst ihn zurück holen, wenn du es willst.« Sie sah die Gräfin eindringlich an. Diese nickte nur mit großen Augen.
»Gut. Du musst über die Grenze zum Niemandsland und zum Durchgang. Viel wichtiger ist aber, dass du es willst, von ganzem Herzen willst! Sonst wird dir der Durchgang verwehrt. Die Drachen bewachen den Rand und lassen nur diejenigen passieren, die nicht an ihrem Weg zweifeln und – was viel wichtiger ist – die nicht für sich selbst hindurch wollen. Sie dürfen keinen Eigennutz an dir riechen, keine Zweifel. Du musst es wollen!« Ihre Stimme wurde eindringlich und bedrohlich. »Sie werden dich sonst binnen Sekunden zerfetzen.«
»Wie komme ich zu diesem ... Durchgang?«, fragte die Gräfin, als sie sich erholt hatte.
»Eine gute Frage. Am einfachsten wäre es, wenn du einen Skorpion finden würdest, der dich zu ihm bringt. Einen Wilden am besten, den du zähmen kannst, aber das wirst du nicht schaffen. Du musst ins Gebirge, dort wirst du auch die Drachen finden. Den genauen Weg kann ich dir auch nicht sagen, deshalb wäre ein Skorpion besser. Sie kennen Wege durch die Berge, ohne sie müsstest du zum Gipfel und darüber hinaus. Ich werde dir diese Karte mitgeben, damit du dich orientieren kannst.« Sie kontrollierte eine der anderen Rollen und zeigte sie ihr. »Wir sind hier. Der Durchgang ist hinter den Bergen. Die Karte wird nicht korrekt sein, da kaum einer, der aus dem Niemandsland zurück gekehrt ist, sich die Mühe gemacht hat, eine anzufertigen. Sie basieren auf Erzählungen. Wer weiß, wie weit du wirklich laufen musst. Stell dich auf eine lange Reise ein. Es wird anstrengend, nervenaufreibend und das Land wird dich zum Aufgeben zwingen. Du musst in jedem Fall weiter gehen. Wenn du den Durchgang passiert hast, musst du dort bleiben. Die Tortur wird sich fortsetzen. Der Gott wird es nicht gutheißen, dass du sein Reich betreten hast. Er wird alles daran setzen, dass du umkehrst. Er wird dich an den Rande des Wahnsinns treiben. Lass dich davon nicht ablenken oder beeinflussen. Du darfst den Durchgang erst mit der Seele deines Mannes erneut passieren, ein zweiter Eintritt wird nicht gestattet. Es wird dich verrückt machen, er wird versuchen dich zu verwirren, dir falsche Bilder schicken. Du musst dir der Gefahr bewusst sein!« [...]
Minerva drückte ihr die Karte und einen Talisman in die Hand.
»Nur für alle Fälle«, murmelte sie. Sie standen auf und gingen zur Tür. In Windeseile wiederholte die Gräfin alles in Gedanken, was ihr gesagt wurde, nickte dann erneut und drückte die Seherin an sich.
»Danke. Danke für alles!«