Sonntag, 18. März 2012

Eindrücke zur Leipziger Buchmesse

Ein interessantes Wochenende geht vorbei, mit vielen Hochs und Tiefs, viel Aufregung, Begegnungen, mit Witz und Charme. =) 

Der Donnerstag war leider zu kurz, um alles auf der Buchmesse anzusehen. Nach einem Rundgang durch Halle 3, 4 und 5 und einem Treffen bei Epidu ging es für mich schon wieder zurück. Nicht ohne viele Eindrücke. Wie schon im Jahr davor, war ich von der Größe der Messe überwältigt. Da ich nur unser kleines Dresdner Ding gewöhnt bin, das im Gegensatz zu Leipzig aussieht wie ein Kinderspielzeug, musste ich mich erst einmal sammeln. In der riesigen Glashalle, bevölkert von Menschengruppen aller Art: Schüler, Verleger, Fernsehteams etc., startete der Rundgang. Kurze Orientierung, wo nun was war, Jacke verstaut und los! Ich mied bewusst Halle 2 (die vollste Halle, wegen der Mangas usw) und stöberte durch die anderen Hallen, lauschte hier und da einigen Vorträgen, fand aber leider nichts, was mich wirklich interessierte. Aber der Tag war ja noch jung. Ich ließ mich von den Menschenströmen mitziehen und versuchte nicht in den Gegenverkehr zu kommen. Es war ziemlich voll, beinahe wie am Wochenende. Die Lese Foren waren gut besucht, ich stellte mich zu einigen und versuchte aufzuschnappen, worum es ging. 
Als ich Epidu besuchen wollte, stand ich erst einmal vor einem Hindernis: Eine Gruppe Frauen stand um den Verlagsleiter, ließ sich das Konzept erklären und löcherte ihn mit fragen. Ich drehte noch eine Runde und wartete auf meine Chance auch mal Hallo zu sagen. Beim dritten Mal vorbei laufen klappte es dann auch. Wir tauschten uns über den Verlag und anstehende Projekte aus. Auf seine Frage: "Und? Hast du auch mal wieder einen Roman?" (kein wörtliches Zitat) konnte ich nur lachen. Mal eben? Bei meiner immer Urlaub habenden Motivation? Schön wärs! ^^ Ich erklärte, dass ich dran bin und wir redeten noch bisschen über das Schreiben. 
Durch die vielen Menschen, die Wärme durch jene und sonstiges endete der Besuch nach etwas mehr als zwei Stunden auch schon und ich fuhr nach Hause.

Am Freitag hatten wir Faltherzen-Autoren, also Angela Pundschus, Alfred Berger und ich (Maria Engels) unsere Lesung im Café Stein. Vorher gab es allerhand Troubel wegen eines daheim gelassenen Handys (meins), fehlenden Telefonnummern (allen einschließlich der Pensionsvermieterung), Internet- und Handysuche, Nichtauftauchen eines Autors (Alfred in der Pension) und einer schlechten Wegbeschreibung. Als ich endlich im Stein war, nachdem ich zweimal blind dran vorbei gelaufen bin, fühlte ich mich endlich wieder sozial verankert. Meine Kontakte waren in echt da und ich war nicht mehr ganz allein, so ohne Handy und damit auch ohne Freunde. Als dann auch noch Paul, ein Schulfreund, auftauchte, fühlte ich mich wieder halbwegs normal. Wir warteten artig (bis auf Alfred) darauf, dass es losging und wir zur Lesung gebeten wurden. 
Die Lesung war leider nur mäßig besucht, da viele anscheinend von uns unbekannten Autoren nichts hören wollten, lieber zu anderen Lesungen gingen oder einfach das schöne Wetter draußen genießen wollten, wurde es zu einer Mini-Lesung. Dennoch verkauften wir an jeden Hörer ein Buch, freuten uns über das Feedback und die Aufmerksamkeit. Ein Hörerkommentar (nicht wörtlich):
"Eigentlich ist es schade, dass man immer nur zu denen geht, die man auch schon kennt, da verpasst man doch einiges." 
Oder wie mein Schulfreund schlicht und einfach sagte: "Das war schön!" 
Da es erst halb neun war, ging es für uns im Anschluss ins Restaurant Stein (ja, zwei Steine in Leipzig) wo wir noch die letzten beiden Beiträge der Epidu-Lesung hörten. Es war auch toll, endlich mal wieder die Menschen hinter den Nicknames zu treffen, die ich schon kannte und andere, mit denen ich bisher nur geschrieben hatte. Leider ging auch die Zeit viel zu schnell vorbei (trotz für den Einen oder Anderen uninteressanter Themen wie Schreiben, Bücher, Lesungen und regionaler Sprachunterschiede). Kurz nach 23 Uhr mussten Alfred und ich aufbrechen, da wir sonst den letzten Bus kurz nach Mitternacht nicht mehr bekommen hätten. Schnell verkaufen wir noch ein paar Faltherzen-Bücher und machten uns dann auf in die Nacht.
Wie ließen den Abend revue passieren, freuten uns über den Verkaufserfolg, diskutierten dies und jenes und fanden schließlich den Weg in die Wohnung. Noch ein paar Runden am PC gezockt und dann hieß es Gute Nacht.
Während es für Alfred am Samstag noch zu Messe ging, musste ich wegen kleiner Schwierigkeiten und der anstehenden Weimarfahrt wieder nach Hause. Auch diese Messe werde ich noch lange in Erinnerung behalten. Ich war nicht mehr der kleine Depp vom letzten Jahr. Es gibt ein Buch, in dem mein Name steht, meine Geschichte, und das den Titel eben jener trägt. Faltherzen! Ich war bei Leipzig liest dabei gewesen, nicht nur als Zuhörer, sondern auch als Lesende und ich hatte alte und neue Freunde wieder gesehen. 
Ein turbulentes Wochenende was auch noch Puffer für kommende Jahre lässt, vielleicht da, mit dem eigenen Roman ;) 

1 Kommentar:

  1. Weiter so, liebe Maria!
    Viele Grüße von Claudia

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