Montag, 31. Oktober 2011

Einstieg

Gedanken, überall Gedanken, Fetzen, Augenblicke. Momente ziehen vorbei.
Schreiben ist für mich das einfangen von Momenten.

Kennt ihr dieses einzigartige Gefühl, wenn sich eine Idee im Kopf materialisiert; der Nebel sich langsam lichtet und eine Gestalt annimmt; Linien spinnt und dann nicht nachgibt, ehe sie aufgeschrieben wurde? Ich liebe es Ideen weiter zu konstruieren, sie wie Skizzen im Kopf zu zeichnen, erst grob und dann immer mehr einzufügen. Dem Ganzen dann Konturen und Details zu verleihen, bis vor mir ein Meisterwerk mit all seinen Ecken und Kanten liegt. 
Dieser Drang der kurz darauf folgt ist das Größte und Unbegreiflichste. Mein Kopf ist dann so fixiert darauf, dass ich völlig in die Geschichte eintauche, mich darin verliere und sie kaum mehr loslassen kann. Ich bin erst einigermaßen beruhigt, wenn ich dieses zarte, schimmernde Gebilde, welches so zerbrechlich und unvollkommen scheint, zu Papier gebracht habe und weiß, dass es gut aufgehoben ist. Es trifft mich in den unmöglichsten Momenten und wirft mich dabei noch mehr aus der Bahn, als die schönsten Männeraugen. Die Ruhe die danach folgt ist ebenso wohltuend wie grausam. Ich habe es geschafft, sie ist festgehalten, doch der Kopf wird leer, die Windungen beginnen sich zu lösen und zurückzuziehen, um zu einem späteren Zeitpunkt wieder abrufbar zu sein. Das Leuchten verschwindet und ich bin wieder ich, kehre in das Leben zurück.
Aber noch ist es nicht so weit bei mir, ich bin noch am Konstruieren und hoffe, ich konnte euch mit meinem Spiel der Worte erfreuen.

In nächster Zeit folgen weitere Einblicke in meine Welt, in Momentaufnahmen und in meinen entstehenden Roman.

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